26.07.2022

H2FLY meldet Fortschritte bei Flüssigwasserstofftanks

von electrive.net

Der Brennstoffzellen-Flugzeug-Entwickler H2FLY hat nach eigenen Angaben die letzten Vorbereitungen für die Integration von Flüssigwasserstofftanks in das Testflugzeug HY4 aufgenommen. Anfang 2023 soll dann ein intensives Programm an Bodentests anlaufen.

Bisher wird die HY4, die zuletzt auf der Messe AERO in Friedrichshafen und dann bei der Farnborough Air Show in Großbritannien ausgestellt wurde, mit gasförmigem Druckwasserstoff betrieben. In wenigen Wochen sollen die Drucktanks durch Tanks für Flüssigwasserstoff ausgetauscht werden. Damit soll sich laut H2FLY die Reichweite der HY4 verdoppeln.

Bevor es mit der HY4 und den neuen Tanks in die Luft geht, stehen umfangreiche Bodentests an. Schließlich unterscheiden sich die genutzten Speichertechnologien – mal mit mehreren Hundert bar Druck, mal bei -253 Grad Celsius – enorm voneinander. Wenn Probleme bei der Integration oder Inbetriebnahme auftreten, sollen die am Boden aussortiert werden – und nicht in einigen Hundert Metern Höhe.

Laut dem Unternehmen, das aus einer Partnerschaft zwischen dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Universität Ulm hervorgegangen ist, ist die Integration des Flüssigwasserstoff-Systems ein weiterer, wichtiger Schritt in Richtung des Ziels von H2FLY, den weltweit ersten vollständig wasserstoffelektrischen Antriebsstrang zu entwickeln, der Brennstoffzellen und flüssigen Wasserstoff integriert. Der Umstieg von Druck- auf Flüssigwasserstoff sei ein „entscheidender Schritt“ auf dem Weg zur Realisierung von emissionsfreien Mittel- und Langstreckenflügen.

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