03.09.2021

BMVI kürt Standorte für Wasserstoff-Innovationszentrum

von electrive.net
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Die Standortwahl für das Innovations- und Technologiezentrum „Wasserstofftechnologie für Mobilitätsanwendungen“ als Teil des geplanten „Deutschen Zentrums Mobilität der Zukunft“ ist gefallen. Das BMVI hat sich für Chemnitz, Duisburg, Pfeffenhausen und einen Verbund dreier Städte in Norddeutschland entschieden.

Bereits die Vorauswahl des vom Bundesverkehrsministerium ausgerufenen Standortwettbewerbs im April fiel auf das Hydrogen and Mobility Innovation Center (HIC) in Chemnitz, das Technologie-Anwenderzentrum Wasserstoff (WTAZ) in Pfeffenhausen in Niederbayern sowie das Technologie- und Innovationszentrum Wasserstofftechnologien (TIW) in Duisburg. Alle drei Kandidaten wurden daraufhin einer Machbarkeitsstudie unterzogen. Alle drei haben jetzt den Zuschlag erhalten. Sie firmieren künftig unter der Bezeichnung Innovations- und Technologiezentrum (ITZ) Chemnitz, ITZ Pfeffenhausen und ITZ Duisburg.

Darüber hinaus ergänzt das BMVI ein ITZ in der bei diesem Trio noch nicht berücksichtigten Region Norddeutschland: Bremen/Bremerhaven, Hamburg und Stade werden gemeinsam das ITZ Nord bilden und sich vor allem auf Wasserstoff-Anwendungen in der Schiff- und Luftfahrt konzentrieren. Auch dieses Cluster wurde per Machbarkeitsstudie im Vorfeld analysiert. Für die Bewertung sämtlicher Standortkonzepte setzte das BMVI einen Dienstleister, ein Konsortium um die Prognos AG, ein.

„Wir spannen das Innovations- und Technologiezentrum Wasserstoff über ganz Deutschland“, sagt Verkehrsminister Andreas Scheuer nun zur Standortauswahl. „Das Ergebnis unseres Standortwettbewerbs ist 3 plus 1: Chemnitz, Duisburg, Pfeffenhausen und Norddeutschland. (…) Die Standorte greifen dabei die unterschiedlichen Bedürfnisse der Industrie auf und haben verschiedene Schwerpunkte. Denn es ist uns wichtig, dass jeder Standort seine Stärken mit einbringt.“

Die ITZ nehmen laut Scheuer alle Verkehrsträger wie Schiene, Schiff, Auto und Flieger in den Blick. Damit die Standorte schnell ihre Arbeit aufnehmen können, stellt sein Ministerium bis Ende 2024 bis zu 290 Millionen Euro zur Verfügung. Zusätzliche Zuschüsse kommen von Länderseite. „Mit der heutigen Entscheidung“, resümiert Scheuer, „gehen wir einen weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg, Deutschland zum ,Wasserstoffland‘ zu machen.“

Mit dem ITZ setzt das BMVI eine Maßnahme der Nationalen Wasserstoffstrategie von Juni 2020 um. Die ITZ-Standorte sollen speziell kleineren und mittelständischen Unternehmen sowie Startups eine Entwicklungs- und Testumgebung bieten, um sich auf dem internationalen Markt zu positionieren. Im internationalen Kontext soll das ITZ zudem einen Beitrag dazu leisten, technische und ökonomische Standards zu setzen.

Das Verkehrsministerium hatte den Standort-Wettbewerb im November ausgerufen und präzisiert, dass das Zentrum Teil des Netzwerks des geplanten „Deutschen Zentrums Mobilität der Zukunft“ werden solle. Darunter versteht das von Andreas Scheuer geführte Ministerium einen „über mehrere Standorte verteilten Ort, an dem die Mobilität von Morgen neu gedacht und entwickelt wird“. Das Zentrum soll an Wissenschaft und Industrie angebunden sein und „zukunftsweisende Mobilitätskonzepte erdenken, entwickeln und in der Praxis unmittelbar erproben“. Als mögliche Entwicklungsschwerpunkte gelten u.a. Wasserstofftechnologien, synthetische Kraftstoffe, innovative Logistikkonzepte und digitale, plattformbasierte Mobilitätskonzepte.

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